In diesem Beitrag geht es um den korrekten Umlageschlüssel für die Kosten der Einrichtungen der Wäschepflege. Welche Nebenkosten hierfür grundsätzlich ansatzfähig sind, steht hier.

Die Position „Nr. 16 Kosten der Einrichtungen der Wäschepflege“ ist eine der wenigen Kostenarten, bei der auch Instandhaltungsanteile mit in die Nebenkostenabrechnung einfließen dürfen.

Einrichtungen der Wäschepflege bei preisgebundenem Wohnraum

Die Betriebs- und Instandhaltungskosten der Einrichtungen der Wäschepflege dürfen ausschließlich auf die Nutzer dieser Einrichtungen umgelegt werden.01)§ 25 Abs. 2 Satz 1 NMV Der Vermieter muss also zunächst eine Vorverteilung vornehmen.

Anschließend muss der Umlageschlüssel für die Einrichtungen der Wäschepflege gebrauchsorientiert sein.02)§ 25 Abs. 2 Satz 2 NMV Es empfehlen sich Münzautomaten oder Waschbücher.

Der Strom- und Wasserverbrauch sollte insgesamt durch Zwischenzähler gemessen werden. Andernfalls ist er sachgerecht zu ermitteln, was bei umfangreich genutzten Einrichtungen schwer werden dürfte. Mieter, die die Einrichtungen der Wäschepflege nicht nutzen dürfen, sind an den Kosten nicht zu beteiligen. Anders sieht es aus, wenn die Mieter die Anlagen nicht nutzen wollen. Hier verhält es sich wie bei den Kosten der Gemeinschaftsantenne – ausschließlich auf die objektive Nutzbarkeit kommt es an.

Einrichtungen der Wäschepflege bei preisfreiem Wohnraum

Die doppelte Kostenabgrenzung aus dem preisgebundenen Wohnraum03)siehe oben mag zwar einer Umlagegerechtigkeit sehr nahe kommen, ist im preisfreien Wohnraum jedoch nicht anwendbar.

Mangels entsprechender Sondervorschrift für den preisfreien Wohnraum bzw. entsprechender vertraglicher Abrede mit den Mietern handelt es sich hierbei um bauseitig geschaffene und vorgehaltene mit vermietete Einrichtungen. Das bedeutet: Solange die Umlagefähigkeit dieser Kosten im Mietvertrag vereinbart ist, tragen auch alle Mieter einen Anteil an den Kosten. Es empfiehlt sich daher auch die Anwendung des Flächenschlüssels.

Dürfen einige Mieter die Einrichtungen hingegen nicht verwenden, ist zunächst eine Vorverteilung des Wasser- und Stromverbrauchs vorzunehmen. Die zur Nutzung berechtigten Mieter tragen die Kosten dann jedoch weiterhin nach Flächenschlüssel.

Der Vermieter ist dennoch nicht daran gehindert, einen billigeren04)meint: gerechteren Umlageschlüssel anzusetzen. Denkbar sind auch hier Münzautomaten oder Waschbücher. Hiergegen dürfte sich der Widerspruch der Mieter in Grenzen halten.

Fußnoten / Quellennachweis   [ + ]