Dieser Beitrag beschäftigt sich damit, wie sich eine Senkung der Kosten der Gartenpflege erreichen lässt.

Gartenpflege liegt im Ermessen des Vermieters

Wie bei den Kosten der Hausreinigung hat der Vermieter auch bei der Gestaltung des Gartens einen gewissen Ermessensspielraum. Da das jedoch immer auch Auswirkungen auf die Unterhaltskosten hat, beschränkt sich das Ermessen auf die Ortsüblichkeit. Kurzum: Solange die Gartengestaltung und der damit verbundene Unterhalt zur Wohn(an)lage passt, verletzt der Vermieter das Wirtschaftlichkeitsgebot nicht.01)AG Ahrensburg ZMR 2011, 880

Mieter einbinden = Senkung der Kosten der Gartenpflege

Am einfachsten erreicht man eine Senkung der Kosten der Gartenpflege dadurch, dass den Mietern die Gartenpflege und Gartennutzung überlassen wird – so sie denn wollen und dafür auch ein Mindestmaß an Talent mitbringen. Insbesondere bei Erdgeschossmietern, die über eine Terrasse oder ähnliches verfügen, dürfte das das Mittel der Wahl sein.

Pflegeleichte Pflanzen

Senkung der Kosten der Gartenpflege

Je widerstandsfähiger und pflegeleichter die Pflanzen sind, desto geringer sind die laufenden Kosten. Das sollte einerseits bereits bei der Anlage der Außenanlagen bedacht werden, als auch andererseits bei der Ersatzpflanzung von abgängigen Sträuchern, Büschen und Bäumen. Daneben gilt: Je niedriger die maximale Wuchshöhe, desto geringer die Pflegekosten.

Rasen ist – abgesehen von dem Mähaufwand – sehr pflegeleicht. Hügel und Mulden sollten dabei allerdings vermieden werden. An Mauern und Einfassungen empfiehlt sich eine sogenannte Mähkante.

Gartenbewässerung

Nichtsdestoweniger muss auch Rasen gelegentlich gewässert werden, insbesondere in langanhaltenden Trockenphasen. Wie schon bei den Kosten der Bewässerung ausgeführt, empfiehlt sich für sogenanntes Sprengwasser ein separater Wasserzähler, dessen Verbrauch vom Versorger bei den Kosten der Entwässerung nicht berücksichtigt wird. Ab einer parkähnlichen Anlage kann sich auch die Herstellung eines eigenen Brunnens rechnen.

Die Anschaffung eines automatischen Bewässerungssystems ist nicht umlagefähig, dessen laufende Kosten (Wartung, Betriebsstrom, etc.) schon. Sinnvoll sind solche Systeme insbesondere dann, wenn dadurch zahllose Stunden für das Bewässern der Anlage eingespart werden.

Sand- und Kiesflächen sind in der Nähe von Entwässerungsabläufen vollkommen unpraktisch, weil diese sonst ständig gereinigt werden müssen.

Windbruch versichern

Die Beseitigung von Schäden aus Naturereignissen (bspw. Windbruch) ist inklusive Ersatzbepflanzung umlagefähig. Zur Ersatzbepflanzung siehe oben. Wenn solche Schadenereignisse häufig auftreten, kann sich die Aufnahme in die Sachversicherung des Gebäudes lohnen.

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Fußnoten / Quellennachweis   [ + ]