Dieses Handbuch / Tutorial führt Sie Schritt für Schritt durch unsere Excel-Vorlage Wirtschaftsplan. Sollten Sie dennoch an einer Stelle nicht weiterkommen, steht Ihnen der im Paket enthaltene Abrechnungssupport PREMIUM unter post@nebenkosten-blog.de jederzeit zur Verfügung.

Grundsätzliches zur Excel-Vorlage Wirtschaftsplan

Erste Schritte nach dem Bestellvorgang

Nach dem erfolgreichen Bestellvorgang (Zahlungseingang) bekommen Sie per Email einen Link zu Ihrem persönlichem Download. Sollten Sie die Email (Betreff: „Download steht bereit – nebenkosten-blog.de“) nicht erhalten haben, sehen Sie bitte in Ihrem Spam-Ordner nach.

Nachdem Sie auf den Download-Link in dieser Email geklickt haben, befindet sich die Vorlage dann als .xlsx-Datei in Ihrem Download-Ordner. Sie sollten sich diese Originaldatei in ein Verzeichnis Ihrer Wahl kopieren, um immer eine „leere“ Datei zu behalten. Wenn Sie den ersten Wirtschaftsplan erstellen wollen, sollten Sie hierfür ebenfalls eine Kopie anlegen.

Die Vorlage verlangt beim Öffnen kein Passwort. Allerdings sind die Zellen, in denen Sie keine Eingabe vornehmen dürfen, gesperrt. Wir bitten um Verständnis, dass wir das Kennwort hierfür aus grundsätzlichen Erwägungen nicht herausgeben.

Systematik der Excel-Vorlage Wirtschaftsplan

Die Excel-Vorlage Wirtschaftsplan unterscheidet folgende Reiter (Arbeitsblättern), zwischen denen Sie jederzeit wechseln können:

  • STAMMDATEN: Hier erfassen Sie wichtige Stammdaten des Wirtschaftsplans, der Wohnungseigentümergemeinschaft, definieren die Umlageschlüssel und die Vorauszahlungspositionen des Hausgeldes und können die Texte und Formulierungen anpassen.
  • KOSTEN: Hier werden die eigentlichen Kostenpositionen benannt und mit entsprechenden Zahlen „gefüllt“. Zudem wird eingestellt, nach welchem Umlageschlüssel die jeweilige Kostenposition verteilt werden soll und für welche Vorauszahlungsposition die jeweiligen Kosten errechnet werden.
  • EIGENTÜMER: Hier werden sämtliche Daten der Eigentümer erfasst. Dazu gehören unter anderem auch die Anteile einzelnen Eigentümer an den jeweiligen Umlageschlüsseln.
  • PRÜFUNGEN: Hier können Sie sehen, ob Ihr Wirtschaftsplan in sich logisch ist oder ob noch Änderungen notwendig sind.
  • GESAMTWIRTSCHAFTSPLAN: Hierbei handelt es sich um eine reine Darstellung des erstellten Gesamtwirtschaftsplanes, den Sie in der Versammlung beschließen lassen können. Eingaben können hier nicht vorgenommen werden.
  • ÜBERSICHT EIGENTÜMER: Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine reine Darstellung dessen, was jeder einzelne Eigentümer an monatlichem Hausgeld zu zahlen hat und wie sich diese Zahlung zusammen setzt. Auch hier sind Eingaben nicht möglich.
  • E1, E2, E3 … E100: Das sind die Einzelwirtschaftspläne der Wohnungseigentümer.

Farbliche Unterscheidung der Eingabemasken und Felder

Die Excel-Vorlage Wirtschaftsplan unterscheidet zwischen drei Eingabebereichen, die farblich unterschiedlich gekennzeichnet sind:

  • Orange: Hier müssen Sie Eingaben vornehmen bzw. vorhandene Einträge stehen lassen, da andernfalls die Vorlage nicht funktioniert.
  • Grün: Hier können Sie Eingaben vornehmen, müssen das aber nicht. Sie können auch die vorhandenen Einträge benutzen, was aber nur bedingt sinnvoll ist.
  • Weiß: Die weiß gekennzeichneten Bereiche können von Ihnen nicht verändert werden

Nun werden wir Schritt für Schritt die notwendigen Bearbeitungen der einzelnen Bereiche erläutern.

STAMMDATEN des Wirtschaftsplans

Allgemeine Angaben und Angaben zur WEG

Excel-Vorlage Wirtschaftsplan

STAMMDATEN des Wirtschaftsplans

Bitte geben Sie einen #Titel der Abrechnung und den #Abrechnungszeitraum von und #Abrechnungszeitraum bis ein: Das Programm errechnet die Gesamttage dann selbst. Es muss sich hierbei nicht um ein Kalenderjahr handeln, Sie können auch kürzere Zeiträume eingeben – beispielsweise wenn Sie einen ersten Wirtschaftsplan für eine entstehende Wohnungseigentümergemeinschaft erstellen wollen. Wichtig ist dabei nur, dass der Gesamtzeitraum unter STAMMDATEN den jeweiligen einzelnen Zeiträumen der „teilnehmenden“ Eigentümer unter EIGENTÜMER entspricht.

Das #Druckdatum können Sie beliebig eingeben, ebenso die #Rundungsdifferenz. Letztere sollte allerdings nicht zu groß und darf nicht „0,00 €“ sein. Allerdings ist eine gewisse Rundungsdifferenz vollkommen normal, weil die Vorlage jede Kostenposition bei jedem Eigentümer mathematisch ausrundet.

Die #Angaben zur Wohnungseigentümergemeinschaft sollten Sie vollständig ausfüllen.

Angaben zum Objekt

Die #Objektnummer können Sie alphanumerisch vergeben oder leer lassen. Sie wird in den Einzelwirtschaftsplänen angedruckt – oder auch nicht.

Wichtiger ist #Straße / Hausnummer und #PLZ und Ort des Abrechnungsobjektes. Das darf nicht leer sein.

Ebenfalls nicht leer sein darf #Anzahl Einheiten im Gebäude: Hiermit prüft die Vorlage, ob Sie bei der späteren Eingabe von Eigentümerdaten eventuell Zeiträume vergessen haben. Der Begriff „Einheiten“ meint damit jede Wohnung / Laden / Gewerbe / etc., für die ein Einzelwirtschaftsplan erstellt werden soll.

Berechnung neues Hausgeld

Normalerweise benötigt man innerhalb des Hausgeldes mindestens zwei Unterpositionen: Einerseits den Beitrag für die laufende Bewirtschaftung, andererseits den Beitrag für die Instandhaltungsrücklage. Mit der Excel-Vorlage Wirtschaftsplan haben Sie sogar die Möglichkeit, insgesamt fünf solcher Unterpositionen zu definieren.

Denkbar und in der Praxis recht häufig ist eine Unterteilung des Bewirtschaftsungsanteiles in (mietrechtlich) umlagefähige und nicht umlagefähige Beträge, die es dem Eigentümer ermöglichen, den Anteil zu ermitteln, den er im Rahmen eines Mietvertrages mit dem Mieter als Betriebskostenvorauszahlungen vereinbaren sollte.

Zudem könnten Sie in diesem Beispiel insgesamt drei Rücklagepositionen anlegen, was insbesondere bei Mehrhausanlagen mit getrennten Rücklagen sehr hilfreich ist.

Jedenfalls definieren Sie hier unter #Bezeichnung Unterposition 1 bis 5, ob Sie das Hausgeld aufsplitten wollen und wie die Positionen heißen sollen. All das müssen Sie jedoch nicht tun, dieser Bereich bieten Ihnen lediglich die Möglichkeit dazu. Allerdings muss mindestens die erste Unterposition irgendwie benannt werden.

Unter #Bezeichnung gesamte Vorauszahlung können Sie eintragen, wie die Vorauszahlung heißen soll: Hausgeld oder Wohngeld usw. – dabei schreiben Sie bitte „pro Monat“ dahinter. Das ist dann in den Einzelwirtschaftsplänen der Eigentümer klarer.

Zudem können Sie unter STAMMDATEN im Feld #Druck Zusammensetzung in EA steuern, ob die Zusammensetzung des Hausgeldes in den Einzelwirtschaftsplänen auch angedruckt werden soll („ja“) oder nicht („nein“).

Angaben zu Umlageschlüsseln

Die Excel-Vorlage Wirtschaftsplan stellt insgesamt 15 frei definierbare Umlageschlüssel zur Verfügung. Diese sind ihrer Art nach in vier Kategorien zu unterscheiden:

Anteilige Umlageschlüssel (A1 bis A6)

Es gibt sechs anteilige Umlageschlüssel. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Eigentümer noch mit dem Zeitfaktor seiner Eigentümerschaft im Abrechnungszeitraum berechnet wird. Typisches Einsatzgebiet von anteiligen Umlageschlüsseln sind Miteigentumsanteile (MEA), Flächen, Kabelanschlüsse, Einheiten, etc.

Variable Umlageschlüssel (V1 bis V4)

Bei diesen Umlageschlüsseln findet keine Berücksichtigung des Zeitanteils des Eigentümers statt. Sie eignen sich für die verbrauchsabhängige Verteilung von Kosten, beispielsweise über einen Wasserzähler oder Müllerfassungszähler oder dergleichen, sofern in dieser WEG der Wirtschaftsplan so erstellt werden darf.

Personentage (P1)

Dieser Umlageschlüssel bildet ein Produkt aus Anzahl Personen und Tagen der Belegung. Er berücksichtigt also mittelbar auch einen Zeitanteil des Eigentümers. Dies ist der einzige Umlageschlüssel, der nicht logisch in der Vorlage verprobt werden kann. Sie müssen bei der Eingabe also sehr gewissenhaft sein.

Festschlüssel (F1 bis F4)

Bei einem Festschlüssel werden den Eigentümern fixe Euro-Beträge von Ihnen zugewiesen. Die Vorlage rechnet hier überhaupt nicht, sondern druckt nur das an, was Sie eingeben. Der bekannteste Fall ist die extern erstellte Heizkostenabrechnung und eine sich daraus eventuell ergebende Prognose für das nächste Wirtschaftsjahr.

Bezeichnung und Gesamtwerte der Umlageschlüssel

Unter der Spalte #Bezeichnung (max. 20 Zeichen) vergeben Sie je nach Art einen eindeutigen Namen für den oder die benötigten Umlageschlüssel („Personentage“ können Sie nicht umbenennen). Wichtig ist dabei, dass Sie eine artgerechte Zuordnung vornehmen: Anteilige Umlageschlüssel nur bei A1 bis A6, variable Umlageschlüssel nur bei V1 bis V4, etc. Die Vorlage entscheidet anhand der Stelle in dieser Liste, wie mit diesem Umlageschlüssel zu verfahren ist.

Wenn Sie einen oder mehrere Umlageschlüssel nicht benötigen, entfernen Sie die Beispieltexte („anteiliger US 2“ oder ähnlich) einfach.

Bei #Gesamtwerte tragen Sie bitte den Gesamtwert des jeweiligen Umlageschlüssels ein. Das dient dem Programm zur Prüfung, ob Sie alle Eigentümeranteile zugewiesen bzw. alle Festkosten verteilt haben.

Ein grundsätzlicher Hinweis zur Verteilungsweise der Excel-Vorlage Wirtschaftsplan: Das Programm rechnet nicht mit den hier unter #Gesamtwerte eingegebenen Daten, sondern bildet sich aus den unter EIGENTÜMER eingegebenen Daten eine eigene Summe pro Umlageschlüssel. Damit ist gewährleistet, dass immer eine hundertprozentige Verteilung erfolgt. Würde die Vorlage stattdessen auf einen anderen Wert als Divisor zugreifen, ergäben sich bei Falscheingaben positive oder negative Verteilungsdifferenzen. Damit Sie aber auf eventuelle Abweichungen zwischen Ihren erwarteten #Gesamtwerten und der Summe der errechneten Gesamtwerte hingewiesen werden, führt die Vorlage eine Vergleichsprüfung aus und meldet unter PRÜFUNGEN etwaige Fehler.

Angaben zu Texten und Formulierungen

Die dort angegebenen Mustertexte sind optional und frei veränderbar. Manche Texte ergeben nur bei manchen Vorfällen Sinn und werden deshalb nur angedruckt, wenn Sie entsprechende Features nutzen.

Wir schlagen vor, dass Sie die Texte erst als letzten Schritt des Wirtschaftsplans anpassen, wenn Sie die fast fertigen Einzelwirtschaftspläne vor sich haben.

KOSTEN (Kostenaufstellung)

Excel-Vorlage Wirtschaftsplan

KOSTEN des Wirtschaftsplans mit Umlageschlüssels und Unterpositionen des Hausgeldes

Unter KOSTEN finden Sie insgesamt 26 frei definierbare Felder für jeweils eine Position des Wirtschaftsplanes.

Positionsname

In den Einzelwirtschaftsplänen werden nur Kostenpositionen angedruckt und durchgerechnet, die einen Positionsnamen haben. Wenn Sie Beispielsweise keine Heizkosten verteilen wollen, löschen Sie den Begriff „Heizkosten“ und die erste Zeile in den Einzelwirtschaftsplänen bleibt frei. Wenn Sie später diese Zeile wieder nutzen wollen, können Sie dort wieder einen Begriff eintragen (bei #Positionsname unter KOSTEN) und die Zeile erscheint wieder.

Sie sind bei den Begriffen der Kostenpositionen nicht an unsere voreingetragenen Werte gebunden. Wir haben lediglich die Begriffe und Reihenfolge der Betriebskostenverordnung als Beispiele eingegeben, Sie können sämtliche Begriffe und Reihenfolgen verändern.

Auswahl Umlageschlüssel

In der Spalte #Umlageschlüssel wählen Sie je Feld mit dem Drop-Down-Menü den für diese Kostenposition maßgeblichen Umlageschlüssel aus der von Ihnen unter STAMMDATEN definierten Liste (#Bezeichnung bei STAMMDATEN) aus. Beachten Sie hierbei bitte: Wenn Sie nachträglich unter STAMMDATEN die Bezeichnung eines Umlageschlüssels ändern, müssen Sie ihn in jeder Kostenposition wieder mit der neuen Bezeichnung auswählen – hier findet kein Automatismus statt. Unterlassen Sie die „Neuzuweisung“ im Reiter KOSTEN, findet die Vorlage den zugewiesenen (alten) Umlageschlüssel nicht in der (neuen) Liste und gibt eine Fehlermeldung aus.

Unterposition Hausgeld

In der Spalte #Unterposition Hausgeld legen Sie fest, in welche Unterposition der jeweilige Betrag geschrieben werden soll. Wenn Sie beispielsweise drei Rücklagepositionen benötigen, die jeweils im Gesamthausgeld des Eigentümer dargestellt werden sollen, definieren Sie diese drei Rücklageunterpositionen zunächst unter STAMMDATEN und ordnen Sie hier den jeweiligen Positionen zu. Es handelt sich hierbei ebenfalls um ein Drop-Down-Menü.

Kostenansatz

In der Spalte #Kostenansatz tragen Sie den Betrag ein, den Sie auf die Eigentümer verteilen wollen.

Eigentümer (Namen, Zeiträume und Umlageschlüssel)

(im papierhaften Ausdruck überschrieben mit: Eigentümerdaten / Umlageschlüssel / Ergebnis)

Excel-Vorlage Wirtschaftsplan

EIGENTÜMER des Wirtschaftsplans mit Anteilen an den Umlageschlüsseln

In dieser Tabelle erfassen Sie die Eigentümer. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, dass nicht eine Zeile einer Einheit entsprechen muss, sondern es müssen im Falle eines Eigentümerwechsels alle Eigentümer chronologisch nacheinander erfasst werden:

Zeile E1: Eigentümer A vom 01.01.2018 – 30.06.2018
Zeile E2: Eigentümer B vom 01.07.2018 – 31.12.2018

Hier werden also für eine Einheit zwei Zeilen benötigt. Bitte beachten Sie diesbezüglich die Hinweise zu den Umlageschlüsseln (siehe unten)!

Hierbei sollten Sie jedoch sehr vorsichtig mit Eigentümerwechseln umgehen. Der Einzelwirtschaftsplan wird immer gegen die Sondereigentumseinheit beschlossen, nicht gegen den Namen des Eigentümers, der im Wirtschaftsplan steht. Wir empfehlen daher, immer nur diejenigen Eigentümer einzutragen, die auch gerade Eigentümer sind.

Auch hier gilt: Nur orange Felder müssen ausgefüllt sein, grüne Felder sind optional. Wenn Sie also beispielsweise keine #Nr. oder keine #Lage in den Einzelwirtschaftsplänen andrucken wollen, lassen Sie das Feld einfach leer. Auch funktioniert COPY AND PASTE – aber Vorsicht, das kann auch zu Eingabefehlern führen.

Ganz links sehen Sie in der ersten Spalte die Bezeichnungen der Einzelwirtschaftspläne (E1, E2, etc.), die der jeweiligen Zeile zugeordnet ist. Wenn Sie also auf den roten Reiter (Arbeitsblatt) E2 klicken, ist das der Einzelwirtschaftsplan des Eigentümers aus der zweiten Zeile.

Diese Tabelle verfügt über eingefrorene Zeilen im Tabellenkopf und eingefrorene Spalten am linken Rand, damit Sie auch im unteren bzw. hinteren Tabelleninhalt immer die Orientierung behalten.

Eigentümerdaten

#Lage: Optionale Angabe einer Wohnungslage

#Nr.: Optionale Angabe einer Eigentümernummer

#Vornahme und Name: Hier geben Sie alle Eigentümer an.

#Anrede: Optionale Angabe von „Frau“, „Herrn“, „Firma“, „Familie“ oder dergleichen.

#Ansprache: Optionale Angabe von „Sehr geehrte Frau Müller,“ oder dergleichen. Immer mit Komma am Ende eintragen! Wenn Sie hier nichts eintragen, sollten Sie unter STAMMDATEN den #Text nach Ansprache ändern.

#Anschrift und #PLZ Ort: Hier tragen Sie die Postanschrift ein.

#Zeitraum von und #Zeitraum bis: Hier geben Sie den ersten und letzten Tag des individuellen Zeitraums des Eigentümers in dieses Wirtschaftsplans an – also nicht das Datum des Erwerbs, sondern den 01.01.2018, wenn Sie das Jahr 2018 berechnen wollen. Rechts daneben errechnet die Excel-Vorlage Wirtschaftsplan automatisch und je Zeile die Tage. Das müssen je Einheit (bei Eigentümerwechseln also auch über mehrere Zeilen hinweg) in der Regel 365 bzw. 366 Tage sein – es sei denn, Sie haben unter STAMMDATEN einen anderen Gesamtzeitraum definiert.

Anteilige Umlageschlüssel (mit Berücksichtigung Zeitanteil)

Es gibt sechs anteilige Umlageschlüssel. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Eigentümer noch mit dem Zeitfaktor seiner „Dauer“ berechnet wird. Typisches Einsatzgebiet von anteiligen Umlageschlüsseln sind Miteigentumsanteile (MEA), Flächen, Kabelanschlüsse, etc.

Die Spaltenköpfe (Zeilen 2 und 3) enthalten den Namen, den Sie dem jeweiligen Umlageschlüssel unter STAMMDATEN zugewiesen haben. Hier tragen Sie den Anteil des Eigentümers am jeweiligen Umlageschlüssel in eine Zeile ein.

Im Falle eines Eigentümerwechsels bekommen alle Zeilen der gleichen Einheit den Gesamtwert der Einheit zugewiesen – das Programm errechnet den Zeitanteil automatisch über die Eigentumsdauer (#Tage). Für das obige Beispiel sind also folgende Eintragungen erforderlich:

Zeile E1: Eigentümer A vom 01.01.2018 – 30.06.2018 – 122 MEA
Zeile E2: Eigentümer B vom 01.07.2018 – 31.12.2018 – 122 MEA

Die 122 MEA aus dieser Einheit werden in der Gesamtsumme (ganz unten) dennoch nur einfach gezählt, ergeben in Summe also nur 122 MEA (und nicht 244 MEA).

Bitte geben Sie bei den Umlageschlüsseln generell nur Zahlen ein, die Einheitenangabe sollte sich aus den Bezeichnungen der Umlageschlüssel ergeben.

Variable Umlageschlüssel (ohne Berücksichtigung Zeitanteil)

Bei diesen Umlageschlüsseln findet keine Berücksichtigung des Zeitanteils des Eigentümers statt. Sie eignen sich für die verbrauchsabhängige Verteilung von Kosten, beispielsweise über einen Wasserzähler oder Müllerfassungszähler oder dergleichen.

Wenn Sie beispielsweise die Kosten der Wasserversorgung nach gemessenem Wasserverbrauch des Vorjahres verteilen wollen, ergeben sich anhand einer extern zu erstellenden Zählerliste entsprechende prognostizierte Verbrauchswerte in m³. Jeder Eigentümer (also jede Zeile) bekommt hier also Ihren Verbrauchswert zugewiesen:

E1: Eigentümer A vom 01.01.2018 – 30.06.2018 – 15,000 m³ Wasser
E2: Eigentümer B vom 01.07.2018 – 31.12.2018 – 30,000 m³ Wasser

In Summe ergibt das also 45,000 m³ Wasser.

Personentage (P1)

Dieser Umlageschlüssel bildet ein Produkt aus Anzahl Personen und Tagen der Belegung. Er berücksichtigt also mittelbar auch einen Zeitanteil des Eigentümers. Dies ist der einzige Umlageschlüssel, der nicht logisch in der Vorlage verprobt werden kann. Sie müssen bei der Eingabe also sehr gewissenhaft sein.

Auch hier erfolgt eine reine Summenbildung aller Personentage für den Divisor des Umlageschlüssels.

Festschlüssel (F1 bis F4)

Bei einem Festschlüssel werden den Eigentümern fixe Euro-Beträge von Ihnen zugewiesen. Die Excel-Vorlage Wirtschaftsplan rechnet hier überhaupt nicht, sondern druckt nur das an, was Sie eingeben. Der bekannteste Fall ist die extern erstellte Heizkostenabrechnung, deren Vorjahreswerte an den aktuellen Wirtschaftsplan per Prognose angepasst und dann „geschätzt“ zugewiesen werden.

E1: Eigentümer A vom 01.01.2018 – 30.06.2018 – 45,23 Euro
E2: Eigentümer B vom 01.07.2018 – 31.12.2018 – 0,00 Euro

Werden allerdings Kosten für eine Einheit und das ganze Jahr anfallen, müssen Sie die Aufteilung auf die betroffenen Eigentümer dieser Einheit selbst vornehmen. Das können Sie jedoch mit etwas Excel-Geschick und einer Formel relativ einfach direkt im Feld vornehmen. Oder Sie machen das außerhalb Excel mit einem Taschenrechner.

Ergebnis

Wenn Sie die Reihenfolge der Wirtschaftsplanerstellung nach dieser Dokumentation eingehalten haben, sehen Sie hier schon die ersten Ergebnisse der je Eigentümer (Jahreswerte!).

PRÜFUNGEN

Excel-Vorlage Wirtschaftsplan

PRÜFUNGEN zeigt an, ob der Wirtschaftsplan in sich schlüssig ist

Wenn der Wirtschaftsplan für die Excel-Vorlage Wirtschaftsplan in sich logisch ist, ist jetzt im Prüfungsmodul alles grün.

Falls nicht (weiße Felder) finden Sie jeweils einige Hinweise, wo ein eventueller Fehler liegen könnte.

GESAMTWIRTSCHAFTSPLAN und ÜBERSICHT EIGENTÜMER

Hierbei handelt es sich nur um Arbeitsblätter, die als Zusammenfassung der bisherigen Eingaben dienen, sozusagen als Druckvariante für den Versand an die Eigentümer, sofern Sie das möchten.

Einzelwirtschaftspläne E1, E2, E3 und so weiter

Excel-Vorlage Wirtschaftsplan

EINZELWIRTSCHAFTSPLAN mit allen Informationen, die der Eigentümer braucht

Jeder Einzelwirtschaftsplan steht auf einem eigenen Arbeitsblatt, das Sie nun ansehen und / oder drucken können. Mehrere markierte Arbeitsblätter können auch zusammen gedruckt werden (STRG-Taste gedrückt halten und die zu druckenden Einzelwirtschaftspläne anklicken; dann im Druckmenü „markierte Arbeitsblätter“ auswählen).

Wenn in den Einzelwirtschaftsplänen unter den Einzelkosten des Eigentümers (Spalte H) der Wert #NV ausgegeben wird, wurde unter KOSTEN ein Umlageschlüssel zugewiesen, der unter STAMMDATEN nicht definiert oder dort später verändert wurde. Bitte einfach noch einmal für die betroffene Kostenposition die Reihenfolge durchgehen: Umlageschlüssel unter STAMMDATEN benennen, unter KOSTEN im Drop-Down-Menü auswählen und die Fehlermeldung verschwindet.

Sollten Sie Hilfe benötigen, steht Ihnen der im Paket enthaltene Abrechnungssupport PREMIUM unter post@nebenkosten-blog.de jederzeit zur Verfügung.

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